Verbotene Wetten! Diese Buben tuns

Nur Bundesliga und Champions League gucken, das ist den beiden Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren zu langweilig. Die Fußballbegeisterten Buben lieben den Nervenkitzel:
„Die Spiele sind viel spannender wenn wir Geld gesetzt haben“.
Laut Jugendschutzgesetz ist Wetten erst ab 18 Jahren erlaubt – Fehlanzeige in vielen Annahmestellen.

Die Buben stellten sich der Detektei ASTRA-Detektive aus Nürnberg als Testperson zur Verfügung. Sie besuchten mit versteckter Kamera 21 Annahmestellen. Unglaublich: In 17 durften die Buben Wetten platzieren, wurden nicht mal nach dem Alter gefragt. Es ist kinderleicht bei den Annahmestellen die Wetten aufzugeben, so die beiden Jugendlichen.
Das Vertriebsnetz der stattlichen Annahmestellen besteht in erster Linie aus Kiosken, Schreibwaren- und Lebensmittelgeschäften. Denkbar ungeeignet um Kriterien Jugendschutz und Suchtprävention gerecht zu werden. In privaten Wettbüros gilt: Zutritt erst ab 18 Jahren. Doch derzeit wird eins nach den anderen dicht gemacht, sie fördern angeblich die Spielsucht. Die beiden Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren wetten bereits regelmäßig, geben einen Großteil ihres Geldes fürs Wetten aus und das fast jedes Wochenende. Die Rechtslage ist klar so der stellvertretende Kreisverwaltungsreferent: Wetten dürfen Minderjährigen weder angeboten noch mit ihnen abgeschlossen werden. Übrigens: In Deutschland sind 150000 Menschen spielsüchtig.