Den Schnüfflern ….. auf der Spur

Diese oder ähnliche Ausdrücke werden sehr häufig für den Berufsstand des „Detektiven“ verwendet. Hierzulande ist das Wissen über Detektive und deren Arbeitsbereiche oft nur auf die Darstellung der „Fernsehdetektive“ beschränkt. Die ersten Detektive waren die „Bow Street Runner“ die gegen Ende des 18. Jahrhunderts zu großer Berühmtheit gekommen waren. Ihren Namen verdanken sie dem in der Bow Street von London gelegenen Büro. 1882 ließen sich in Berlin die ersten Detektive nieder. In England und später in fast allen Ländern der Welt gab und gibt es noch heute neben den beamteten Detektiven Privatpersonen, die sich berufsmäßig mit der Aufklärung undurchsichtiger Tatbestände befassen und die Beizeichnung „Detektiv“ führen. Um nun zu zeigen wie Detektive hier in Deutschland arbeiten, haben wir von der Detektei ASTRA – Detektive aus Nürnberg diesen Artikel für Sie verfasst.

Durch die stetig steigende Kriminalität im Wirtschafts- und Privatbereich haben Detektive derzeit Hochkonjunktur. In allen nur erdenklichen Fällen von Unterschlagungen, Erpressung, Diebstahl, Veruntreuung, Markenpiraterie, Schwarzarbeit, Versicherungsbetrug, Tierversuchen, Bedrohung und auch bei der Kindesentführung werden die Dienste der Schnüffler in Anspruch genommen. Die Hauptauftraggeber kommen aus dem Wirtschaftsbereich, aber auch die klassischen Privataufträge von gehörnten Ehemännern oder betrogenen Ehrfrauen gehören zu unserem Alltag.

Die Nachweißerbringung über ein eheähnliches Verhältnis oder einer neuen Arbeitsstelle des geschiedenen Ehepartners zwecks Senkung der Unerhaltszahlung ist ebenfalls ein sehr häufiger Aufgabenbereich. Aufträge werden von uns aber nur dann angenommen, wenn der Auftraggeber sein „berechtigtes Interesse“ bekunden kann. Ein berechtigtes Interesse ist z. B. wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer observieren lässt, da der Arbeitgeber erfahren hat, dass sein Mitarbeiter  im Krankenstand für die Konkurrenz arbeitet. Wir überprüfen, ob diese Vermutungen stimmen und liefern im Bereich im Bedarfsfall vor Gericht zulässig und verwendbare Beweise. Für die Beiweißführungen werden jegliche Art von technischen Hilfsmitteln eingesetzt, Funkgeräte, Wanzensuchgeräte, Nachtsichtgeräte, Video und Minikameras, Infrarotkamera, Observationsbusse usw. Es gibt eigentlich fast keinen Bereich mehr, wo Detektive nicht eingesetzt werden. Computerkriminalität, Testkäufe, Patentenrechtsverletzungen, Inventurdifferenzen, Betriebsspionage und Sabotage, Versicherungsbetrug usw.

In Deutschland besitzt der Privatdetektiv im Gegensatz zu anderen Ländern keinen Sonderstatus.
Das hat zum einen den Vorteil, dass wir flexibel als die Polizei arbeiten können da wir keiner Dienstvorschrift unterliegen, hat aber zum anderen den Nachteil, daß wir um an unsere Informationen zu gelangen sehr einfallsreich sein müssen, da wir vom Staat keine Unterstützung auf Grund des Datenschutzes erhalten. Alljährlich entsteht der deutschen Wirtschaft durch Spionage ein Verlust in Milliardenhöhe. Sicherheitsfachleute sind sich darüber einig, dass die Wirtschaftsspionage eines der schwerwiegendsten Delikte der Wirtschaftskriminalität darstellt und den Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland jährlich einen erheblichen Schaden zufügt. Die innerbetriebliche Sicherheit wird bei vielen Unternehmen vernachlässigt. Denn oft kommen die Angriffe nicht nur von außen, sondern das Unheil sitzt bereits in der Firma. Nicht nur manipulierte Computer geben geschützte Daten preis, auch bestechliche Mitarbeiter sind viel zu oft bereit, gegen Geld Geheimnisse zu verraten.

Um Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz zu erhalten, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Kein Betrieb ist von jeglichen Sabotageakten sicher. Mitarbeiter werden eingeschleust oder aber auch langjährige Betriebsangehörige können für Sabotageakte angeworben werden. Wenn diese Leute ihre Aufträge erledigen, ist der Schaden für den betroffenen Betrieb oft in Millionenhöhe. Datenmanipulation, einschleusen von Computerviren, löschen wichtiger Betriebs- oder Kundendateien, entwenden von Akten, Schaltplänen, Schlüsseln oder sonstigem.

Das Ziel, dass damit verfolgt wird, wird in fast jedem Fall erreicht, nämlich den Betriebsablauf oder einen Teilbereich zu stören, zusätzliche Kosten oder Zeitaufwendungen zu verursachen, die sich dann in der Produktion des Betriebes fatal auswirken können. Des Weiteren nimmt der innerbetriebliche Diebstahl in deutschen Betrieben rapide zu. Mitarbeiter, die im Betrieb eine Vertrauensstellung besitzen, nützen diese oftmals dazu aus um ihre Haushaltskasse aufzubessern. Dies sind jedoch die harmloseren Fälle, denn sie arbeiten nur für eigene Tasche und der Schaden hält sich meist in Grenzen. Die schlimmere Variante ist jedoch diese, die für außerbetriebliche Auftraggeber oder Organisationen arbeiten.

Hier kann es schon mal vorkommen, dass ganze LKW-Ladungen auf Nimmer-Wiedersehen verschwinden. Diese kriminellen Handlungen werden jedoch meist, wenn bekannt, innerbetrieblich geahndet, da die Betriebe kein Interesse daran haben, daß solche Geschichten an die Öffentlichkeit geraten. Jahrelange, kostspielige Entwicklungen, ein hart erarbeiteter Wettbewerbsvorsprung oder ganze Existenzen können in kürzester Zeit zunichte gemacht werden.

Legenden, Verkleidungen und Einschleusungen sind nur einige der Möglichkeiten, auf die Detektive bei ihren Ermittlungen zurückgreifen.